02.07.10

***

Es ist zu einer späten Uhrzeit, als ich mich dazu entschließe aufzuräumen. Ich mache klar Schiff, ordne, lösche, miste aus.

Dieses riesige pompöse Netzwerk ist geradezu bahnbrecherisch; jeder hats, jeder ist drin - alle ziehen mit. Plötzlich wird das Kommentieren zur neuen Hauptaufgabe, Nachrichten mailen eine Lieblingsbeschäftigung, Fotos hochladen und wöchentlich verändern zur Passion. Wann und wo man Dinge von sich preis gibt, wird schließlich unübersichtlich. Da findet man komischerweise persönliche Bilder und Angaben von vor drei Jahren bei Picasa wieder.

Tja, und darum räume ich nun auf. Und dieses gute alte Weblog macht vorübergehend mal 'ne Pause. Bevor meine Augen geradezu die Form eines Quadrates annehmen und ich die Realität nur noch virtuell verstehen kann.

27. April 2010

Wie viel Mühen es mir bereitet, einfach nur auf dem Sofa zu sitzen und einen Film zu schauen. Ohne zusätzlich noch den Rechner aufgeklappt zu haben, Tweets zu verfolgen, mich mit Menschen mittels diverser Messenger zu unterhalten und ab und zu einen Blick in den Feedreader zu werfen. Ich, ganz kahl im Kopf.

Später höre ich eine halbe Stunde lang Musik, während ich mich in der Wohnung umblicke als habe ich alles seit Monaten nicht mehr gesehen und entwerfe Skizzen von Plänen.
I sneak around the corner with a blueprint of my self.

Ich schaue auf mich drauf und alles ist wie morgens beim Fahrradfahren, wenn ich im ersten Gang gegen den zu kalten Wind anstrample, mich wahrnehme in dieser Zeitlupe, die gleichzeitig ganz schnell ist. Ra-ha-tz fatz.

( ruhepuls )

1 Kommentar:

  1. Hallo Clara..klar verrate ich dir das : )
    Samstags gibt es einen Wochenmarkt in Eimsbüttel in der Grundstraße, der ist wirklich toll. Ganz links gibt es einen kleinen Wagen auf dem steht Franzbrötchen und eine Frau verkauft die tollsten Franzbrötchen, Blaubeere, Birne, Marzipan...lecker...aber nur samstags...

    AntwortenLöschen